Wenn wir Dinge so nehmen, wie sie sind, ohne sie zu bewerten, ist das kein Zeichen von Resignation. Im Gegenteil: Akzeptieren bedeutet Bejahung, bedeutet, sich auf etwas einzulassen.
Ablehnung hingegen ist Verneinung. Nein-Sagen ist oft eine heilsame Maßnahme, man braucht dafür Stärke und Mut. Nein zu sagen zu dem, was unveränderbar da ist, ist jedoch eine Quelle von Problemen und Leid. Vieles ärgert uns, vieles darf einfach nicht sein, wie es ist. Vieles lehnen wir ab, auch an uns selbst. Wenn wir das übergroße Nein in unserer Gesellschaft und in unserem eigenen Denken anschauen, müssen wir zwangsläufig feststellen, dass wir unsere Probleme größtenteils selbst erschaffen oder zumindest verstärken. Denn meist entsteht das Problem erst durch die negative Bewertung und die damit einher gehenden Emotionen.
Überlegen Sie jeweils am konkreten Fall: Ist meine bewertende Haltung notwendig? Tut sie mir gut? Wenn wir unser Nein den wichtigen Dingen im Leben vorbehalten, wird vieles einfacher.