Die Intelligenz des Herzens

Durch negative Gedanken und Gefühle wird auch das physische Herz in einen dysfunktionalen Zustand versetzt. Das stört die Fähigkeit, klar zu denken und sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Deshalb reagieren wir zum Beispiel unter Stress oft impulsiv und unklug. Wie kommt das?

Das erste Organ, das sich bei der Entwicklung des menschlichen Fötus ausbildet, ist das Herz. Es beginnt zu schlagen, bevor sich das Gehirn ausgebildet hat und wird zum Taktgeber des gesamten Organismus, denn auch seine elektrische und magnetische Aktivität ist um ein vielfaches größer als die des Gehirns.

In der Neurokardiologie hat man herausgefunden, dass das Herz über ein eigenes neuronales Netzwerk verfügt, das so organisiert ist wie Teile des Gehirns. Dieses „Herzgehirn“ erfasst  und verarbeitet unabhängig Informationen und verfügt über eigene Gedächtnis-, Lern- und Entscheidungsfunktionen. Das Herz sendet dem Gehirn Signale, die eine enorme Wirkung speziell auf emotionale Prozesse haben, aber tatsächlich auch auf kognitive Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Gedächtnis und Problemlösungskapazität.

In Tests kann man sehen, dass es fast augenblicklich zu harmonischen Herzfrequenz- und Hirnstrom-Mustern kommt, wenn man sich auf sein Herz und positive Gefühle konzentriert. Dafür reichen schon wenige Minuten. Auf der anderen Seite erzeugen negative Gedanken und Gefühle im Herzen einen  dysfunktionalen Zustand. Und das vermindert unsere Fähigkeit, klar zu denken, sich zu konzentrieren und sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Dieses neue Wissen über die Verbindung von Herz und Gehirn liefert einen weiteren guten Grund, auf seine mentale Ausgeglichenheit zu achten. Meditation, Herzintelligenz-Training und generell die bewusste Beschäftigung mit Denken und Fühlen sind mögliche Wege.

(Quelle: Institute of HeartMath, USA)