Eigenschaften, die wir an anderen wahrnehmen, haben wir auch selbst

Wir nehmen alles im Leben durch unsere persönlichen Filter wahr, die sich durch unsere Erfahrungen, Einstellungen, Bewertungen, Wünsche etc. heraus gebildet haben.

Das Leben ist sehr viel umfassender, großartiger und vielfältiger, als wir von unserer Gehirnkapazität her erfassen könnten. So sehen wir alle jeweils nur einen Ausschnitt. Welcher Ausschnitt das ist,  hängt von unseren individuellen Filtern ab.

Daraus ergibt sich z.B., dass wir nur kritisieren können, was wir überhaupt wahrnehmen und von vornherein negativ bewerten. Kritik ist damit subjektiv. Sie hat offensichtlich etwas mit uns zu tun, ist in irgendeiner Hinsicht ein Thema von uns selbst. Das gleiche gilt natürlich auch für das Positive, das wir wahrnehmen. Auch das hat natürlich mit uns selbst zu tun, und damit, wie wir die Welt sehen.

Das sagt selbstverständlich noch nichts darüber aus, in welcher Art und Ausprägung wir die Eigenschaft in uns haben, die uns berührt. Aber dieser Gedanke könnte eine Anregung sein, einmal genauer hinzuschauen, etwa wie ein staunendes Kind, das etwas Neues bemerkt ohne es gleich zu bewerten.