Kreativitätsblockade „Alles zu Ende bringen müssen“

Das unbedingte Gefühl, mit einer kreativen Aufgabe wie Schreiben oder Konzeptionsentwicklung fertig werden zu müssen, kann sehr leicht die Spontaneität und Kreativität blockieren. Die Dinge gelingen viel besser, wenn man gemäß dem eigenen Rhythmus anfängt und aufhört, und sich von der fixen Idee befreit, alles, was einmal begonnen worden ist, müsse auch fertig gestellt werden, und zwar zur Gänze.

Der amerikanische Psychiater und Psychotherapeut Milton H. Erickson (1901 – 1980), der die moderne Hypnotherapie entscheidend geprägt hat,sagte einmal: „Wir wachsen in dem Bewusstsein auf, wir müssten alles zu Ende bringen. Es ist aber nicht wahr, dass wir weitermachen müssen, bis wir fertig sind.“ Diese Einstellung kann tatsächlich eine große Hilfe sein.

Alleine diesen Perfektionsanspruch aufzugeben, kann dazu führen, dass man relativ mühelos Sackgassen verlassen, Ideen verwerfen und ohne inneren Druck seine guten Ideen umsetzen kann. Früher nannten wir das gelegentlich auch „Mut zur Lücke“, der im Übrigen auch dazu beiträgt, dass Termine leichter eingehalten werden können.