Etwa so, wie man den Körper pflegt, sollte man den Geist so weit wie möglich frei halten von sogenannten Geistesgiften. Negative
Bewertungen und sonstige negative Gedanken, zu denen z.B. neben Sorgen auch Grübeln und übermäßiges Planen gehören, erzeugen Dissonanzen. Solche „Misstöne“ sind nicht nur unharmonisches Hintergrundgeräusch für einen selbst, sie sind
auch für andere wahrnehmbar. Denn unser gesamter Organismus reagiert auf die Miss-Stimmung
Dabei werden die gleichen chemischen Botenstoffe, Hormone etc. ausgeschüttet, als wäre man real in einer misslichen Lage, als müsse man – je nach Gedankenlage und den damit verbundenen Emotionen – weglaufen, kämpfen oder erstarren. Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung verändern sich, Erschöpfung stellt sich ein und das Immunsystem reagiert geschwächt. Das gleiche Prinzip gilt auch bei einer eher harmonischen Geisteshaltung, die u.a. durch Gelassenheit, Toleranz und Freude gekennzeichnet ist. Die biochemische Reaktion ist in diesem Fall für den Körper förderlich.
Es lohnt sich also, sich bewusst zu machen, wie und was man denkt. Das ist gerade für Menschen, deren reger Geist ständig Beschäftigung braucht, eine gute Aufgabe: Was genau denke ich gerade? Wo nahm der Gedanke seinen Anfang? Welches Gefühl stellt sich dabei ein? Gibt es andere Möglichkeiten der Wahrnehmung oder Beurteilung? Wie würde sich mein Empfinden verändern, wenn ich mich entscheiden würde, anders zu bewerten?
Sind wir beim Denken bewusst und flexibel, können wir selbst entscheiden, welche Musik wir in unserem Kopf hören möchten. Damit können wir unsere Lebensqualität entscheidend verbessern.