Haben Sie es nicht auch Immer mal wieder mit schwierigen Menschen zu tun? Empfinden Sie deren Verhalten als unangemessen negativ oder gar feindselig? Obwohl wir oft nicht verstehen, wie es zu diesem Verhalten gekommen ist, machen wir meist den Fehler, es auf uns zu beziehen. Wir fühlen uns abgewiesen, herabgesetzt oder ungerecht behandelt und reagieren emotional, mehr oder weniger offen aggressiv oder mit Rückzug.
Wenn wir mit anstrengenden Zeitgenossen gut auskommen wollen, lohnt es sich, neue Betrachtungsweisen auszuprobieren:
Worum ging es eigentlich bei der Auseinandersetzung? Wie haben Sie bisher darauf reagiert? War das hilfreich?
- In welcher Weise könnten Sie anders reagieren? Überprüfen Sie z.B. wie Sie Ihre eigenen Bewertungen, Haltungen, Emotionen zum Ausdruck bringen. Sind Sie wertschätzend geblieben? Was vermuten Sie, was der andere von Ihnen wirklich braucht? Haben Sie Ihre eigenen Bedürfnisse, also das, worum es Ihnen tatsächlich geht, als Bitte formuliert?
- In welcher Weise könnten Sie das Verhalten der Person anders deuten? Bemühen Sie sich um eine andere Perspektive: Wie stellt sich das Thema möglicherweise aus der Sicht des anderen dar? Könnte er eine andere Wahrnehmung haben? Könnte das Thema für ihn eine andere Bedeutung haben?
- Bei irritierendem, ärgerlichen Verhalten: In welchem Kontext könnte das Verhalten der Person einen Sinn machen? Wenn man es unabhängig von der momentan erlebten Situation betrachtet, ist für jedes Verhalten ein Zusammenhang denkbar, in dem es verständlich wäre. Wenn Sie sich einen solchen Kontext vorstellen können, haben Sie vielleicht ein altes Verhaltensmuster (z.B. eine automatische Schutzreaktion) erkannt, das auf das eigentliche Grundbedürfnis hinweist.