Nachdenken: eine sehr nützliche Fähigkeit. Wer aber meint, durch logisch-analytisches Denken sämtliche Probleme und Herausforderungen privater wie beruflicher Natur und sogar Kreativitäts- und Innovationsprozesse meistern zu können, der täuscht sich.
Beim Nachdenken sind wir quasi automatisch in der Vergangenheit, denn wir verwenden unsere alten, eingefahrenen Denkgewohnheiten, wir ziehen Vergleiche mit vergangenen Erfahrungen, wir suchen kausale Zusammenhänge. Wir sind also nicht ganz im Augenblick. Stattdessen im Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen und zu spüren, ermöglicht einen Zustand der Offenheit, in dem Informationen aus innerem Wissen, über kollektive Prozesse und synergetische Zusammenhänge zugänglich sind. Dabei sind, wie übrigens auch bei der Entscheidungsfindung, tatsächlich andere Gehirnregionen aktiv als beim rationalen Denken.
Auch unerwünschte Zustände oder Probleme können wir mit dem Denken, mit dem wir sie ja erst erzeugt haben, nicht verändern. Die Lösung erfordert nämlich ganz andere Sichtweisen. Das hat schon Einstein gesagt, und zweieinhalbtausend Jahre vor ihm laut Überlieferung auch der Buddha.